Politik
im Severins-Burg-Theater
Im Anschluss an die Vorträge findet eine Diskussion statt.
Weitere politische Vorträge sind geplant und werden in Kürze auf dieser Seite bekannt gegeben.
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VERGANGENE POLITISCHE VORTRÄGE:
Eine Million Unterschriften. Zur Lage der Frauen im Iran
Fünf Parteien. Lesung zur Bundestagswahl 2009
Gastlichkeit und Abschottung
It's the jews, stupid! Die 'Israelkritik' als neuer Antisemitismus
Was bedeutet uns Europa? (Politisches Frühshoppen)
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11. Oktober 2009
Eine Million Unterschriften
Zur Lage von Frauen im Iran und zur aktuellen Kampagne gegen frauendiskriminierende Gesetze
Vortrag von Monireh Kazemi
Erstmals beteiligen sich Frauen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen, säkulare und religiöse, gemeinsam an einer Kampagne für Frauenrechte, die langfristig angelegt ist. Im Laufe der Aktivitäten kam es zu zahlreichen Einschüchterungsversuchen und Verhaftungen von AktivistInnen, aber auch zur Unterstützung durch prominente Geistliche.
Im Vortrag werden die Kampagne und ihre Akteurinnen näher beleuchtet, eine Einschätzung des bisher Erreichten und der weiteren Perspektiven vorgenommen und ein Bild der aktuellen Situation von Frauen im Iran gezeichnet.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit TERRE DES FEMMES Städtegruppe Köln.
23. September 2009
Fünf Parteien
Lesung aus den Grundsatzprogrammen der im Bundestag vertretenen Parteien zur Bundestagswahl 2009
Dabei bildet die Darstellung der jeweiligen Grundüberzeugungen den Rahmen für die Illustration unterschiedlicher und gemeinsamer Ansichten zu politischen Themenfeldern wie Bildung und Kultur, Internationale Politik und Europa, Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialpolitik, Familie, Bürgergesellschaft und Demokratie - all dies nah am Text, unparteiisch und zu einer weiteren gemeinsamen Auseinandersetzung anregend.
Mit Viktoria Burkert, Gerd Buurmann, Mareike Marx, Burkhard Schmiester und Janina Schmulder.
24. Mai 2009
Gastlichkeit und Abschottung
Über zwei Prinzipien europäischer Migrationspolitik
Vortrag von Björn Karg, M.A.
So stellt sich die eine Seite europäischer Migrationspolitik als Abschottung gegenüber unerwünschten Flüchtlingen dar, die auch leichtfertig "Illegale" genannt werden. Die andere Seite gibt sich hingegen als guter Gastgeber, der sich hochqualifizierte MigrantInnen für die europäischen Arbeitsmärkte wünscht.
Diese Zweiteilung der Migrationspolitik in Gastlichkeit und Abschottung wird in dem Vortrag untersucht. Anhand der Überlegungen Immanuel Kants, Michel Foucaults und Jacques Derridas werden zudem die denkerischen Grundlagen des staatlichen Umgangs mit MigrantInnen beleuchtet, um diese als historisch bedingt und somit vor allem als veränderbar hervortreten zu lassen.
Björn Karg hat in Köln Völkerrecht und Philosophie studiert und promoviert derzeit in Philosophie über die Achtung und Anerkennung des anderen Menschen als Grundlage der Rechtsbeziehungen im Denken von Kant, Hegel und Levinas.
20. Januar 2009
It’s the Jews, stupid!
Die "Israelkritik" als neuer Antisemitismus
Vortrag von Alex Feuerherdt, freier Autor (Bonn)
08. März 2009
Ein neues Lied, ein besseres Lied ...
Was bedeutet uns Europa?
Politisches Frühshoppen mit Rebecca Harms (Bündnis90/Die Grünen), Dr. Isabel Rohner (Universität Hagen), Gerd Buurmann (Severins-Burg-Theater).
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.
Die Jungfrau Europa ist verlobt
Mit dem schönen Geniusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Sie schwelgen im ersten Kusse."
Diese Worte dichtete Heinrich Heine während seiner Deutschlandreise 1844. Heute ist dieses Lied Wirklichkeit geworden. Die Grenzen in Europa sind gefallen, die Menschen können sich frei untereinander bewegen und der Friede ist gesichert. Eigentlich müsste ganz Europa im Freudentaumel schwingen, ganz nach Heines Worten:
"Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen."
Aber dieser Freudentaumel stellt sich nicht ein. Stattdessen werden alte nationale Gedanken wieder wach. Auch Heine kannte schon diese Flucht in die Vergangenheit.
„Das Mittelalter, immerhin,
Das wahre, wie es gewesen,
ich will es ertragen – erlöse uns nur
Von jenem Zwitterwesen,
Von jenem Kamaschenrittertum,
Das ekelhaft ein Gemisch ist
Von gotischem Wahn und modernem Lug,
Das weder Fleich noch Fisch ist."
Im Severins-Burg-Theater wird nun Rebecca Harms, Abgeordnete des Europäischen Parlaments für die Grünen zusammen mit Dr. Isabel Rohner von der Universität Hagen und dem Theaterleiter Gerd Buurmann ein Gespräch über die Frage führen: "Was bedeutet uns Europa heute?"